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- Ueber uns
- Vorstand
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Vorstand der Freilichtspiele Bad Bentheim e.V. nach der Vorstandswahl am 05.02.2010 (Mitgliederversammlung 2010)
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1. Vorsitzender
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2. Vorsitzender
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Kassenwart
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Beisitzerin
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Spielscharleiterin Kinderstück
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Dr. Joachim Ohnemus
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Jürgen Schevel
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Anne Schulz
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Dagmar Pletz
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Spielscharleiter Abendstück
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Jugendgruppe
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Zuschauerbetreung
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Bühnenunter- haltung
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Bühnenbau
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Bild folgt
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Almut Rakers
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Swenja Meyer
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Manfred Pletz
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Helmut Heller
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Diethelm Spering
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Kostüme/Maske
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Kassendienst, Mitgliederver-waltung
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Licht und Ton
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Dramaturgie
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Werbung
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Rosemarie Meyenberg
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Bernd Foppe
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Birger Schüler
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Annick Schevel
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- Presse
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Berichte aus den Grafschafter Nachrichten!
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- GN 17.09.2008
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Freilichtspiele hoffen auf 200000 Euro von der Europäischen Union
Teilüberdachung der Zuschauerränge fest geplant – Grebe: Bühne erhält bis 2010 eine ganz neue Optik
sb Bad Bentheim. Die Freilichtspiele Bad Bentheim sind fest entschlossen, bis 2010 einen Teil der Tribünen zu überdachen. Das wurde in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Fremdenverkehr und Kultur deutlich. Die Politiker sprachen sich dafür aus, für dieses Projekt insgesamt 100000 Euro bereitzustellen. Die Freilichtspiele möchten, wie bereits mehrfach berichtet, ab Herbst 2009 bis Frühjahr 2010 etwa die Hälfte der Zuschauerränge überdachen. Die Baukosten für die eigentliche Dachkonstruktion betragen 400000 Euro. Die Hälfte davon, so hofft der Verein, könnte aus dem EFRE-Programm der Europäischen Union zum Ausbau und zur Modernisierung kultureller Einrichtungen kommen. Nach einem Informationsgespräch in Hannover sehen die Freilichtspiele Chancen, in dieses Programm aufgenommen zu werden. Ein entsprechender Antrag soll bis Ende des Monats eingereicht werden. Der Landkreis Grafschaft Bentheim soll, wie die Stadt, 100000 Euro beisteuern. „Wird der Zuschuss nicht gewährt, wird es knapp“, sagte der 2. Vorsitzende der Freilichtspiele, Jochen Grebe, in der Ausschusssitzung zum Förderantrag an die EU. „Aber die Bühne wird 2010 auf jeden Fall eine ganz neue Optik haben“, kündigte er an. Zur Finanzierung beitragen sollen nicht zuletzt private Sponsoren. Grebe: „Wir haben bereits Zusagen von weiteren Geldgebern.“ Diese Spenden würden auch dann benötigt, wenn die erhofften 200000 Euro aus Brüssel tatsächlich fließen. Denn über die Überdachung hinaus plant der Verein auch eine Neugestaltung des Vorgeländes der Freilichtspiele sowie eine technische Erneuerung, die unter anderem durch den Dachausbau erforderlich wird. Diese zusätzlichen Maßnahmen sollen weitere 200000 Euro kosten. Der Verein kündigte daher bereits an, für 2010 einen weiteren Zuschussantrag in noch nicht bekannter Höhe an die Stadt stellen zu wollen.u
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- GN 24.01.2009
- GN JHV 2009
- GN Premiere Jim Knopf
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02.06.2009 Von Scheinriesen und Halbdrachen Kinderstück „Jim Knopf“ feiert gelungene Premiere auf der Freilichtbühne
Ausverkaufte Ränge, strahlender Sonnenschein: An einem herrlichen Pfingstsonntag zog es viele Grafschafter auf die Bentheimer Freilichtbühne. „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ heißt in dieser Saison das Kinderstück, das die Akteure fantasievoll und detailreich umgesetzt haben.
Von Dagmar Thiel - Bad Bentheim. Als die dicke Dampflok vorfährt, geht ein Raunen durchs Publikum und Fotohandys werden gezückt. „Emma“ ist alt und grau, aber immer noch prächtig in Schuss. Genau so, wie man ihn sich immer vorgestellt hat, lenkt Lukas der Lokomotivführer seine alte Freundin. Die erste Szene verspricht einen unterhaltsamen Nachmittag. „Eine Insel mit zwei Bergen“ erklingt und versetzt auch die erwachsenen Zuschauer in die eigene Kindheit. Die Geschichte von Jim Knopf ist fast 50 Jahre alt und hat doch nichts von ihrer Faszination eingebüßt: Jim und Lukas, König Alfons der Viertelvorzwölfte, Prinzessin Li Si, Scheinriese Tur Tur, Halb- und Ganzdrachen bevölkern die Szenerie, die Schriftsteller Michael Ende 1960 in einem der erfolgreichsten Kinderbücher der Nachkriegszeit beschrieben hat. Ein solches Stück auf die Bühne zu bringen, birgt genau aus diesem Grund aber auch Gefahren. Denn eine Fabelwelt muss in der Fantasie immer bunter und besonderer sein, als sie auf einer Bühne darzustellen ist. Trotzdem ist Regisseurin Sylvia Karow eine Inszenierung mit vielen gelungenen Details geglückt. Hervorzuheben ist die gute Besetzung der Hauptrollen. Lukas (gutmütig und in sich ruhend: Ralf Effing/Claus Becker) und als Gegenpart der hibbelige Jim (mit losem Mundwerk Shari Ohnemus/Victoria Kappelhoff). Auch kleine Rollen sind sorgfältig ausgearbeitet: Ein Kind tritt als pinkfarbenes Handy von Alfons dem Viertelvorzwölften auf („Jetzt geh’ zurück auf deine Ladestation“), Halbdrache Nepomuk (eindrucksvoll: Danica Pletz/ Laura Schwietering) leidet mit markerschütterndem Weinen, die Wildecker Herzbuben in Miniaturformat werden bei dem Drachen Frau Malzahn gefangen gehalten. Ganz zauberhaft sind die Kostüme (Entwürfe Sylvia Karow, Umsetzung Rosemarie Meyenberg): Das Volk von China in farbigem Seidenglanz, Halbdrache Nepomuk mit ausfahrbarem Ringelschwänzchen und – besonders schön – die Geier mit ihren rosa Puff-Beinen. Witzig umgesetzt sind auch die Auftritte der Ratten. Die grauen Nager wuseln auf der Bühne und machen die Szenenwechsel zum Ereignis, wenn sie beispielsweise lauter kleine Vulkane aufbauen, die sofort giftgrünen Rauch speien. Von solchen Spezialeffekten lebt ein Kinderstück! Roun Zieverink stimmte die Musik gut auf die unterschiedlichen Szenen ab, ganz verschiedene Stile und Richtungen klingen erfrischend und unverbraucht. Das gute Zusammenspiel von Musik und Choreographie (Monika Grüber) zeigt sich zum Beispiel beim Tanz der kleinen Drachen, die von ordentlichem Gruppentanz zu wildem Rock wechseln. Szenenapplaus gab es für Jim und Lukas, die ihre zahlreichen Lieder auf der Bühne selbst sangen – allerdings war hier der kindgerechte Text teilweise schwer zu verstehen. Die gelungenen Details wären noch besser zur Geltung gekommen, wenn große Teile der Handlung nicht so weit hinten vor der Burg-Kulisse gespielt hätten: Je näher die Akteure am Publikum sind, desto besser lässt es sich fesseln. Die Handlung wurde sinnvollerweise bereits gestrafft, vielleicht hätten einige weitere Kürzungen dem Stück gut getan – auch um die Botschaft für die kleinen Zuschauer deutlicher zu machen: Das Kind Jim Knopf zieht mit Freunden in die Welt und überwindet seine Angst – und dann können selbst Drachen, fremde Völker und Scheinriesen ihm nichts mehr anhaben. Bis zum 6. September ist „Jim Knopf“ noch 21 Mal zu sehen. Nächster Termin ist morgen um 15.30 Uhr. Premiere des Abendstücks „Robin Hood“ ist am Sonnabend, 13. Juni, um 20.30 Uhr.
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- GN Premiere Robin Hood
- GN JHV 2010
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Freilichtspiele zogen positive Bilanz für das Jahr 2009 - Joachim Ohnemus als Vorsitzender wiedergewählt
rj BAD BENTHEIM. Voll besetzt war am Freitag der Saal im Hotel-Restaurant Kronenburg als Joachim Ohnemus, 1. Vorsitzender der Freilichtspiele Bad Bentheim, die diesjährige Mitgliederversammlung eröffnete. “Es hat alles gepasst,die Stücke, das Wetter, die Zuschauerzahlen und die Finanzen” mit dieser Feststellung beschrieb Ohnemus die überaus positive Bilanz des Jahres 2009. Die beiden eigenen Produktionen der letztjährigen Spielzeit, Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer und Robin Hood, verzeichneten nach seinen Worten mit 21.318 Zuchschauern die höchsten Zuschauerzahlen seit etlichen Jahren. Fast 2.900 Besucher mehr als im Vorjahr ließen sich von den Aufführungen in der Felsenbühne begeistern. Dabei schlug die Steigerung im Erwachsenentheater besonders zu Buche. Unter Berücksichtigung der Sondervorstellungen und der Aufführungen des Wintermärchens, nahezu 3.000 kleine und große Gäste erfreuten sich an “Aschenputtel”, konnte eine Gesamtbesucherzahl von 26.658 errreicht werden. Die letzten drei Jahre wertete Ohnemus für sich als Vorsitzender als erfolgreich, spannend und herausfordernd. Er erinnerte an die wichtige Entscheidung zum Bau der Teilüberdachung der Zuschauertribüne und zeigte sich trotz der derzeitigen schwierigen Finanzsituation der Stadt hinsichtlich der Realisierung des Vorhabens zuversichtlich. In seinem Grußwort an die Bühnengemeinschaft setzte Bad Bentheims Bürgermeister Volker Pannen ein positives Signal in diese Richtung. So habe sich nach seinen Worten die Stadtverwaltung entschieden, die zugesagten Mittel für das Bühnendach trotz der finanziellen Krise zur Verfügung zu stellen. Pannen machte aber auch deutlich, dass er ein Entgegenkommen der Freilichtspiele erwarte. Nach seinen Vorstellungen sollen durch eine Kürzung des von der Stadt jährlich gewährten Betriebskostenzuschusses die mit der endgültigen Bereitstellung der Mittel fälligen Zinslasten getragen werden. In Bezug auf die Weiterentwicklung des Tourismus in Bad Bentheim sieht der Bürgermeister weitere Möglichkeiten einer intensiven Zusammenarbeit zwischen Stadt und Freilichtspiele. Für das bisherige große Engagement sprach er der Bühnengemeinschaft Dank und Anerkennung aus. “Hinter uns liegt eine sehr intensive Saison mit viel Arbeit, vielen Proben und besonderen Herausforderungen” so beschrieb Spielscharleiterin Dagmar Petz die Spielzeit 2009, die sie noch einmal kurz Revue passieren ließ. Zu den aktuellen Aktivitäten berichtete sie, dass man mittendrin in den Vorbereitungen für die diesjährige Sommersaison sei. Insgesamt werden im Sommer 129 Akteure in beiden Stücken auf der Bühne agieren, die bereits jetzt unter der Leitung des neu verpflichteten Regisseurs Marcus Jakovljevic proben. Gute Theaterstücke auf die Bühne zu bringen sei eine große Herausforderung. Diese könne nur gemeinsam von den Spielern und den vielen Helfern vor und hinter den Kulissen gemeistert werden, appellierte Petz an die Bühnengemeinschaft. Schatzmeister Jürgen Schevel berichtete über die Entwicklung der Finanzen und stellte nicht ohne Stolz fest, dass der Bühnenhaushalt 2009 mit 207.793 Euro die höchsten Einnahmen seit 10 Jahren ausweist. Kassenprüfer Hermann Foppe bescheinigte ihm eine hervorragende Kassenführung. Auf seinen Antrag erteilte die Versammlung dem Vorstand einstimmig Entlastung. Der ebenfalls einstimmig verabschiedete Haushaltsplan 2010 sieht bei den Einnahmen einen Betrag von 186.500 Euro und bei den Ausgaben 176.500 Euro vor, wobei 10.000 Euro dem Spendenkonto zur Finanzierung der Überdachung zugeführt werden. Unter Leitung von Bürgermeister Pannen wurde ein Teil des Vorstandes wie folgt neu gewählt: Joachim Ohnemus (1. Vorsitzender), Almut Rakers (Spielscharleitung Abendstück), Jochen Grebe (Öffentlichkeitsarbeit), Birger Schüler (Technik), Helmut Heller (Bühnenunterhaltung), Bernd Foppe (Kassendienst), Rosemarie Meyenberg (Kostüm und Maske), Annick Schevel (Dramaturgie). Gundi Merkator tritt die Nachfolge von Kassenprüferin Magret Winkelmann an. Vorsitzender Ohnemus bedankte sich bei Katrin Bomball, Ralf Effing und Ulli Bellinghausen, die dem Vorstand nicht mehr angehören. Die Ehrungen für verdiente, langjährige Bühnenmitglieder zelebrierte Ehren-vorsitzender Helmut Riestenpatt auf bewährte Weise. Für 60jährige Mitgliedschaft wurden Almut Rakers und Anne Schulz sowie für 50 jährige Mitgliedschaft Rosemarie Meyenberg jeweils mit der Sandsteinmaske geehrt. Die silberne Ehrennadel bekamen Hannelore und Ulrika Spering.
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- GN 16.03.2010
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16.03.2010„Theater muss gelebt werden“ von Susanna Austrup
Neuer Regisseur verspricht spannende Inszenierungen auf der Freilichtbühne Marcus Jakovjlevic heißt der neue Regisseur der Freilichtspiele Bad Bentheim. Schon seit Wochen probt er mit seinen Darstellern für die bevorstehende Sommersaison. Mit „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ sowie „Die Schöne und das Biest“ stehen zwei Stücke auf dem Plan, die seines Erachtens alle Voraussetzungen für spannendes Theater bieten.Jakovjlevics Augen blitzen beim Erzählen. Er taucht ganz schnell in die Materie ein: Theater ist zweifellos sein Element und er vertritt das mit Leidenschaft. Der Mann aus Heckhalenfeld, einem idyllischen Dorf in der Eifel, ist seit Kindesbeinen vom Theater begeistert. So sammelte er erste Erfahrungen bei Aufführungen im Kindergarten, war in der Schulzeit stets in einer Spielschar aktiv und absolvierte – nach einer Berufsausbildung zum Drucker und nachgeholtem Abitur – eine Schauspielausbildung in Brüssel. Danach folgten mehrere Engagements an verschiedenen Theatern, doch unterm Strich „war die Schauspielerei nicht besonders lukrativ“, erzählt der 37-Jährige. Das änderte sich nach dem Wechsel in die Regie mit Engagements unter anderem in Heidelberg und Rotterdam. Als Regisseur besitzt Jakovjlevic klare Vorstellungen, wie Theater aussehen soll. „Ich bewege mich möglichst dicht am Original. Brüche sind in Ordnung, müssen jedoch im Rahmen bleiben“, sagt er. Eine totale Verfremdung kommt für ihn nicht infrage. Die Inhalte müssen gut erkennbar bleiben und auch die Figuren. Von einem modern aufgemotzten Klassiker in einer komplett anderen Umgebung und reduzierten Figuren hält er nichts. In Bad Bentheim will der Regisseur Kunst auf hohem Niveau inszenieren. „Die Figuren sind in ihren Ansätzen eindeutig, doch es bleibt Spielraum für Interpretationsansätze“, erklärt er. Die Figuren sollen in ihrem Potenzial voll ausgeschöpft werden. Der Regisseur denkt dabei an die Wandlungsprozesse, die in beiden Stücken vorkommen. Beim Kinderstück wird der Prinz zum Monster, beim Erwachsenenstück gibt es den ständigen Wechsel der Persönlichkeit von Mr. Hyde zu Dr. Jekyll. Jakovjlevic reizt es, gut gesetzte Slapstickelemente einzubauen. Damit könne man wunderbar besonders spannende Szenen ausbalancieren, weiß er. „Ich arbeite mit allem, was Theater bietet: Spannung, Komik oder Besinnlichem“, sagt er. Wichtig sei, „das Fass der Emotionen gut zu öffnen“. Die Zuschauer sollen mitgehen, mitzagen und -zittern und wieder lachen. Der in Sachen Freilichtbühne erfahrene Regisseur – „Ich habe schon für Freilichttheater in Luxemburg inszeniert“ – schwärmt von den „paradiesischen Zuständen“ in Bad Bentheim. Damit meint er allem voran „die super engagierten Leute, die hoch motiviert mit viel Herzblut dabei sind“. Er betont, dass dies für alle Bereiche, vom Schauspiel bis zum Bühnenbau, gelte. „Dafür mache ich meinen Beruf“, betont Jakovjlevic, „um genau das zu erleben: diese Lust aller Beteiligten, Theater zu machen!“ Damit das auch so bleibt, pflegt er seine Leute gut. „Markus geht immer sehr positiv auf alle zu. Wenn er kritisiert, dann in ermutigender Weise, dass die Leistung toll war, es aber noch besser ginge, beispielsweise“, bestätigt die Spielscharleiterin für das Märchen, Dagmar Pletz, die übergangsweise für die Pressearbeit verantwortlich ist. Für Jakovjlevic gehört ein respektvoller Umgang miteinander zum guten Ton. Erst, wenn jemand die Arbeit nicht ernst nehme, könne er auch andere Seiten zeigen. „Dann werde ich richtig sauer“, gesteht er. Jakovjlevic kann auf interessante Theaterzeiten zurückblicken. So hat er mit dem bekannten Regisseur, Theaterleiter, Autor und Pantomimen Milan Sladek in Köln zusammen gearbeitet und auch mit dem Fernsehschauspieler Joachim Król. Von seinen Schauspielern fordert Jakovjlevic ganzen Einsatz. Eine Rolle müsse glaubhaft verkörpert werden, findet er. „Ich möchte kein Stichworttheater, die Rolle soll mit Leben gefüllt werden.“ Dabei müsse ein Darsteller jedoch seine Authentizität wahren. Sein Ziel ist es, dass „die Zuschauer bei den Aufführungen schließlich nicht mehr unterscheiden können, ob Amateure oder Profis auf der Bühne stehen.“ Am 23. Mai feiert das Kinderstück „Die Schöne und das Biest“ Premiere, am 12. Juni das Abendstück „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“. Spätestens dann wird zu sehen sein, ob Marcus Jakovjlevics Anspruch sich erfüllen konnte.
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- Burg & Bühne 14.04.2010
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Nur noch wenige Wochen und die Freilichtbühne Bad Bentheim geht in ihre 85. Saison. Doch bevor das Biest und Mr. Hyde ihr Unwesen auf dem Bühnenrasen treiben, ist noch ein ordentliches Stück Probenarbeit zu bewältigen. Auf Hochtouren laufen schon die Kinderstückproben. Nahezu jeden Tag werden jetzt die Szenen aus dem alten französischen Märchen „Die Schöne und das Bies“ mit den Akteuren durchgearbeitet. Die Spannung steigt, denn schließlich gilt es, mit zwei Klassikern die Gunst des Publikums zu erobern. Der neue Regisseur der Freilichtspiele, Marcus Jakovljevic, gebürtiger Eifeler, staatlich ausgebildeter Schauspieler und Regisseur, hat das Ziel fest im Auge, und fordert in seiner ihm typischen leidenschaftlichen Arbeit die Darsteller zu neuen Leistungen heraus. Neben sprachlich klarem Ausdruck legt er auch viel Wert auf intensives Spiel und wirkungsvolle Bühneneffekte. „Mir kommt es auf Glaubwürdigkeit und Überzeugungskaft an, ob von den Spielern oder der Ausstattung“, sagt Regisseur Jakovljevic. In beiden Stücken bietet sich genug Gelegenheit dazu, denn das Kinderstück wie auch das Abendstück leben insbesondere von dem Spannungsverhältnis zwischen Gut und Böse. In „Die Schöne und das Biest“ liebt Prinz Maurice von Chauvignac Kinder über alles, und viele von ihnen leben in seinem Schloss. Dann jedoch verliebt er sich in eine stolze Prinzessin, die Kinder nicht leiden kann. Seine Liebe zu ihr ist so stark, dass er sich all ihren Wünschen unterwirft.
Sie bedrängt den Prinzen, den Kindern das Spielen im Schloss zu verbieten. Doch nach einem Missgeschick verlässt die Prinzessin prompt das Schloss. Der Prinz ist außer sich vor Wut über die Kinder, denn er gibt ihnen alle Schuld und will sie in den Schlosskerker werfen. Die Fee Finesse kommt zu Hilfe und verwandelt den Prinzen in ein Biest. Nur eine Frau, die Kinder über alles liebt und den Prinzen als Biest akzeptiert, kann ihn retten...
Unser Bild zeigt den Regisseur Marcus Jakovljevic und die Spielscharleiterin Märchen, Dagmar Pletz.
„Dr. Jekyll & Mr. Hyde“ von Robert L. Stevensons zählt zu den Klassikern der Horrorliteratur. Die Bühnenfassung von Bernd Klaus Jerofke wird in einer Weltpremiere in Bad Bentheim uraufgeführt.
Dr. Henry Jekyll ist ein berühmter Forscher und ein angesehener Gentleman. Mit Hilfe einer selbstentwickelten Droge versucht er, die böse Seite des Menschen auszuleben. Doch das Experiment gerät ihm außer Kontrolle.
Jekylls Freunde, der Anwalt Charles Utterson und der Arzt Dr. Arthur Lanyon, bemerken bald, dass mit Jekyll irgendetwas nicht stimmt. Warum setzt er für den Fall seines Todes einen völlig Unbekannten als Erben seiner gesamten Habe ein: den aus dem Nichts aufgetauchten Mr. Hyde? Wer ist dieser Hyde, der mit einem Scheck von Jeckylls Hand eine Prostituierte auszahlt, die er zuvor brutal zusammenschlug? Was hat Dr. Henry Jekyll mit der bösartigen Kreatur des Mr. Hyde zu tun... Die Premiere des Kinderstückes „Die Schöne und das Biest“ ist am 23. Mai zu Pfingstsonntag um 16 Uhr und am 12. Juni um 20.30 Uhr geht der Horrorkrimi „Dr. Jekyll & Mr. Hyde“ erstmals über die Bühne. Infos und Karten gibt es unter Tel.: 0 59 22 – 99 46 56 oder per Email: info@Freilichtspiele-BadBentheim.de . Axel Sigwart (Text und Foto)
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- Die Schöne. GN 25.05.2010
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„Die Schöne und das Biest“ ist ein märchenhafter Stoff fürs Theater. Die Freilichtspiele Bad Bentheim haben am Pfingstsonntag ihre Saison mit einer gelungenen Premiere eröffnet.
Von Susanna Austrup - Bad Bentheim. Bunte Kostüme, blendend gelaunte Protagonisten, eine flotte Inszenierung und ein wohlgesonnenes Publikum unter freundlichem Himmel: Das passte. Sicher, Pannen gab es auch. Bedauerlicherweise ließ die Technik die Fee Finesse (Jana Dahlke) immer wieder im Stich. Zentrale Aussagen im Stück gingen so mangels Ton verloren. Unterm Strich allerdings honorierte das Publikum die schauspielerische Leistung und den Einsatz aller Beteiligten. Es gab viel Theaterluft mit bewegenden Szenen, Spannung, Dramatik und erlösender Komik. Die Handlung ist schnell erzählt. Der Prinz verliebt sich in eine Prinzessin. Die allerdings ist hochmütig, boshaft und hasst Kinder. Er hingegen, eigentlich ein Kinderfreund, ist blind vor Liebe und wird zum kritiklosen Hampelmann seiner Angebeteten. Der Prinz, der elternlosen Kindern in seinem Schloss ein Heim bietet, will dieselben nun in den finsteren Kerker sperren. Da rufen die Mädchen und Jungen die Kinderfee auf den Plan. Die spricht einen Zauber aus: Alle im Schloss werden verwandelt. Am härtesten trifft es den Prinzen, er wird zum Biest – ein grauenhafter Anblick. Erst, wenn sich eine Frau findet, die Kinder liebt und bereit ist, das Biest zum Mann zu nehmen, wird der Prinz erlöst. Natürlich kommt es zum Happyend. Doch bis dahin sind etliche Prüfungen zu überstehen. Jose Krommendijk trumpft als böse Prinzessin auf. Verwöhnt, launisch, spitz und herrisch: Sie spielt die Rolle der Bösen „par excellence“. Niemand kann ihr etwas recht machen, statt dessen zieht sie ihre boshafte Energie daraus, andere klein zu machen. Vor allem aber mag sie keine Kinder und echauffiert sich: „Sie machen alles kaputt und dreckig.“ Das erschreckt die sympathische Rasselbande.
Einzig Sebastian (Niklas Roling) und Albertine (ganz taff: Mascha Arnink) bieten der bösen Prinzessin die Stirn. Das Mädchen spricht mutig aus, was die Zuschauer schon längst denken: „Du bist eine Hexe. Ich kann dich nicht leiden.“ Schon jetzt deutet sich an, was geschehen wird: Der Prinz (souverän: Jan Riestenpatt) gerät in Rage – sein verzerrter Gesichtsausdruck zeigt das werdende Monster. Stimmlich muss Riestenpatt einen wahren Kraftakt leisten: grollen, brüllen, raunzen, brodeln. Er zeigt das Biest in all seinen Facetten zwischen Wut, Wahn und Verzweiflung, hervorragend unterstützt von Birger Schüler als Best-Boy im Biest-Kostüm. Haushofmeister Louis (herrlich überspannt: Florian Pletz) funkt ständig dazwischen. Er ist im ganzen Handlungsverlauf präsent und entschärft dramatische Situationen, indem er mit seiner linkischen Art das Publikum zum Lachen bringt. Eine ganze Reihe von Akteuren verleiht der Kulisse Farbe: Madame Pot-á-Thé (Rosemarie Meyenberg), die Rosengärtnerin (Uta Rosenski), der Kellermeister (Helmut Strahl) und der Hauptmann (Andreas Roling), der zur Freude der Zuschauer richtig nass gemacht wird und zum krönenden Abschluss ein Vollbad im Bühnenteich nimmt. Fantasievoll sind die Figuren Staubwedel (Hannelore Spering) und Fliegenfänger (Bärbel Grosse) kostümiert. Beeindruckend füllt die Spielschar in Marktszenen die Bühne mit Leben. Nele Fischer als Belle ist die personifizierte Herzensgüte. Ihre reine Seele rührt an. Sie ist die Schlüsselfigur im Erlösungsprozess. Den Kontrast bilden ihre beiden Schwestern Mimi (Viktoria Kappelhoff) und Ninette (Male Meyer), die ständig Zickenalarm auslösen. Ihr neidvolles Gezeter bewirkt, dass Belle noch reiner und lieblicher erscheint. Der Vater, Spielzeugmacher Meister Jouet (Axel Sigwart) ist der Bote, der mit Tochter Belle das Bauernopfer bringt, damit letztendlich das Gute siegen kann. Im Großen und Ganzen hat Regisseur Jakovlejevic sein Versprechen im Vorfeld gehalten und eine packende, mit vielen Details versehene und unterhaltsame Inszenierung abgeliefert. Seinen Darstellern hat er dabei einiges abverlangt, zugunsten der Bühnenpräsenz. Merkwürdig muteten allerdings die deftigen, bajuwarischen Musikeinlagen an. Das Publikum nahm’s gerne auf und klatschte kräftig mit. Was zeigt: Die bornierten Stimmungsmacher sorgen immer wieder für Gaudi.
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- Münsterländische VZ
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Von Paul Nienhaus( Münsterländische Volkszeitung)
Nach der Premiere kommt erst das Zittern Die Rheinenser Christof Conermann (l.) und Reinhold Jeusfeld sind begeistert davon, als Schauspieler bei den beiden Stücken der diesjährigen Spielzeit der Freilichtspiele Bad Bentheim mitzuwirken. (Foto: Nienhaus)
Rheine/Bad Bentheim.
Lampenfieber? „Bei der Premiere bin ich einfach ganz unbelastet auf die Bühne gegangen und habe losgespielt. Bei der zweiten Aufführung habe ich eine halbe Stunde vor Spielbeginn gedacht: Ich werde verrückt.“ Als Wechselbad der Gefühle hat der Rheinenser Christof Conermann seine Erfahrungen auf der Freilichtbühne Bad Bentheim erlebt. Gemeinsam mit seinem Freund Reinhold Jeusfeld hatte er sich vor etwa einem halben Jahr überlegt, sich freiwillig als Darsteller für die Freilichtbühne Bentheim zu melden, die in diesem Sommer die Stücke „Jekyll&Hyde“ und „Die Schöne und das Biest“ aufführt. „Wir waren früher Arbeitskollegen im Josefshaus und haben öfter kleine Theaterstücke für unsere Senioren geschrieben und gemeinsam aufgeführt“, erzählen die beiden Pädagogen. Seit einigen Jahren gehen sie beruflich getrennte Wege, weil Conermann mittlerweile beim Caritasverband arbeitet. „Wir hatten das Gefühl, wieder einmal ein gemeinsames Projekt zu brauchen, um unsere Freundschaft zu vertiefen“, sagen sie. „Die Schöne und das Biest“ ist das Märchen, das in dieser Saison 26 Mal in Bad Bentheim aufgeführt wird. Und so kamen sie im Winter auf die Idee, Kontakt zu Bad Bentheim aufzunehmen. „Die Bühne liegt von Rheine aus in erreichbarer Nähe“, liefern sie einen ganz praktischen Grund für ihre Auswahl. Und dann ging alles ganz schnell. „Wir waren eingeladen, uns die Bühne einmal anzuschauen. Als wir dann dort waren, sagte man uns: Morgen beginnen die Proben für Jekyll&Hyde. Ihr müsst euch sofort entscheiden, wenn ihr mitmachen wollt“, spricht Reinhold Jeusfeld von einem fast schon schicksalhaften Timing. Nach dem Vorsprechen, bei dem ausschließlich das Stück „Jekyll&Hyde“ geprobt wurde, ging es an die Rollenverteilung. „Für mich hat Regisseur Marcus Jakovljevic - ein sehr professioneller Mann übrigens - einige ganz reizvolle Nebenrollen vorgesehen“, war Reinhold Jeusfeld mit seinem Part ganz zufrieden. So übernimmt er die Rolle des „Commanders“, eines Polizisten, der Leute recht rüde verhaftet. „Da darf man sich auf der Bühne ganz anders geben, als man im wirklichen Leben ist“, meint Jeusfeld. Ein noch größeres Los zog sein Kollege Christof Conermann, der neben dem spannenden Part des „Schattenmannes“ in Jekyll&Hyde auch noch eine Hauptrolle im Märchen „Die Schöne und das Biest“ bekam. „Ich spiele den Prinzen, der sich in das Biest verwandelt und ganz zum Schluss seine Rückverwandlung erlebt“, sagt er. Beim „Biest“, für das ein anderer Darsteller in das aufwendige Kostüm schlüpft, übernimmt er den kompletten Sprechpart. „Ich bin also in sehr vielen Szenen gefordert“, sagt er. Die Zwischenbilanz der beiden Rheinenser, die während des gesamten Sommers noch zahlreiche Aufführungen spielen werden, fällt äußerst positiv aus. „Es macht einfach einen Riesenspaß und ist eine echte Herausforderung“, sind sich Jeusfeld und Conermann einig.
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